Ausflug-Tipp Titelbild
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Wurzacher Ried Aussicht


15.02.2026 Wurzacher Ried, leichter Schneefall, 2°C
Ein Blogbeitrag von Sandra


Rausgehen muss nichts Großes sein

Heute brauchte es eine warme Jacke, feste Schuhe, eine warme Mütze und klar, ein bisschen Zeit.
Mehr nicht.

Das Wurzacher Ried gehört für mich genau in diese Kategorie. Einmal den Kopf frei machen.
Kein Gipfel, kein Adrenalin, keine „Must-see“-Liste.

Stattdessen: Weite, Ruhe und Wege, die einfach weiterlaufen.

Vielleicht sehe ich ein paar Tiere.
Vögel, Enten oder sogar einen Bieber?

Ein perfektes Ziel für einen kleinen Ausflug. Auch spontan. 



 


Von uns schnell erreichbar

Das Ried liegt bei Bad Wurzach und ist von vielen Orten im Allgäu und in Oberschwaben schnell erreichbar.
Parken, ein paar Schritte gehen, und man ist mitten in der Landschaft. Kein langer Zustieg, keine komplizierte Planung.

Nice to know:
Die Parkplätze sind kostenfrei.
Zumindest waremn sie das noch im Februar 2026.

Das Ried ist ideal für einen spontanen Sonntagsausflug, eine kurze Feierabendrunde oder einen halben Tag draußen.
Man braucht hier keinen ganzen Tag.
Aber man kann.

Wurzacher Ried Collage 2
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Wurzacher Ried Collage 3

 

Zeitzeugen am Weg

Entlang der Wege stehen immer wieder Infotafeln. Sie erklären, wie hier früher Torf gestochen und auf den Schienen abtransportiert wurde.

Besonders spannend fand ich die Hinweise zum ehemaligen Zeiler Torfwerk und zur Zeit, als das Ried noch ein Arbeitsplatz war.

Mit den historischen Fotos kann man sich gut vorstellen, wie es hier einmal ausgesehen haben muss.

Solche Stimmen machen den Spaziergang anders.
Man schaut plötzlich genauer hin.
Auf die Flächen, die heute wieder verwildern.
Auf die Gräben.
Auf das Wasser.

 

Das ehemalige Zeiler Torfwerk

Ein Teil der Tafeln erzählt vom Zeiler Torfwerk, das früher hier aktiv war. Torf war lange ein wichtiger Brennstoff – auch für Haushalte und später für Kurbetriebe in der Region. Mit Maschinen wurde gestochen, transportiert, verarbeitet.

Heute ist davon vieles verschwunden oder renaturiert. Aber die Informationen entlang des Weges helfen, sich vorzustellen, wie es hier einmal aussah: weniger still, weniger wild, mehr Betrieb.

Dass das Gebiet heute geschützt ist, wirkt dadurch umso wertvoller.

Gerade wenn man an einem ruhigen Wintertag durchs Moor läuft, wirkt dieser Kontrast stark.

 

 

Selbst ausprobieren: Moor treten

An einer Station kann man sogar selbst erleben, wie sich Moor anfühlt.
„Moor treten“ – barfuß oder mit Stiefeln durch einen kleinen Bereich. Natürlich kontrolliert und als Erlebnisstation gedacht. Ich habe es heute im Februar ausgelassen, aber allein zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt, zeigt: Hier geht es nicht nur ums Anschauen, sondern ums Verstehen.

Gerade im Sommer sicher eine spannende Erfahrung.


Lernen ohne Druck

Man muss hier nichts durcharbeiten. Keine Pflichtstationen.

Man kann einfach laufen und hier und da stehen bleiben. Ein Schild lesen. Weitergehen.

So wird der Spaziergang automatisch zu einer kleinen Zeitreise, ohne dass es sich nach Museum anfühlt.

Mein Tipp

Wenn du ins Ried fährst:Nimm dir nicht nur Zeit zum Laufen, sondern auch zum Lesen. Die Tafeln entlang des Weges geben dem Ort Tiefe. Und wenn du noch mehr wissen willst, plane 30–60 Minuten im Naturschutzzentrum ein.
Es macht den Ausflug runder. Und man merkt: Dieses Moor ist nicht nur schön, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte.

Ein Besuch lohnt sich!

 




Mehr Infos unter: https://wurzacher-ried.de/ und: https://www.bad-wurzach.de/tourismus/de/moor/naturschutzgebiet-wurzacher-ried

Quellen:  https://www.bad-wurzach.de/tourismus/de/moor/naturschutzgebiet-wurzacher-ried und https://wurzacher-ried.de/
Fotos:
© Sandra Candido-Kirsch